Katavi Nationalpark

 

Abgelegen, unbändig und selten besucht ist der Katavi Nationalpark; eine ursprüngliche Wildnis, in welche nur wenige Unerschrockene sich vorwagen. Der 4’471 km² grosse Nationalpark liegt im abgelegenen Südwesten des Landes, in einem abgeschnittenen Rift-Valley-Arm, der in der seichten Ausdehnung des Rukwasees endet. Der grösste Teil Katavis ist mit einer seltsam formlosen Decke von dichtem Miombo-Trockenwald überzogen, der Gruppen von Elen-, Rappen- und Pferdeantilopen Schutz bietet. Der eigentliche Anziehungspunkt für Tierbeobachter ist aber der Katuma Fluss mit seinen Schwemmebenen, zu denen die saisonalen Seen Katavi und Chada gehören. Am eindrücklichsten ist Katavi während der Trockenzeit, wenn das Wasser zurückweicht. Am jetzt zu einem seichten Rinnsal gewordenen Katuma Fluss halten sich schier unglaubliche Ansammlungen von Tieren auf. Geschätzte 4’000 Elefanten kann man dann in dieser Gegend antreffen, dazu riesige Büffelherden mit tausend und mehr Tieren, während eine Vielzahl von Giraffen, Zebras, Impalas und Riedböcken eine leichte Beute für die zahlreichen Löwen und Tüpfelhyänen darstellen. Katavis spektakulärstes Tiererlebnis sind die Flusspferde. Gegen Ende der Trockenzeit kann es vorkommen, dass sich bis zu 200 Tiere auf einmal in einem noch genügend tiefen Flusstümpel befinden.