Rubondo Island Nationalpark

 

Der Rubondo Island Nationalpark liegt in der südwestlichen Ecke des Viktoriasees. Rubondo und die zu ihr gehörenden 9 kleineren Inseln schützen kostbare Fischlaichgründe. Rubondo ist mehr als nur ein Wasserwunderland. Einsame Sandstrände schmiegen sich an unberührte Wälder, in denen der gefleckte Buschbock sich flink und leise einen Weg sucht durch das Labyrinth aus Tamarinden, wilden Palmen und Wildfeigenbäumen. Vögel sind allgegenwärtig. Schwärme von Afrikanischen Graupapageien, die auf der Insel ausgesetzt wurden, veranstalten ein komisch unharmonisches Gekreische. Das strahlende Himmelblau eines tief im Schilf sitzenden Zwerghaubenfischers misst sich mit dem schillernden wallenden Schwanz eines Paradiesschnäppers, der durch den Wald am Seeufer schiesst. Reiher, Störche und Löffler brüten zahlreich in den sumpfigen Uferzonen. Im Wald wachsen wilder Jasmin und 40 verschiedene Orchideenarten. 90 Prozent des Parks sind Feuchtwald, sonst findet man vor allem offenes Grasland und am See gelegene Papyruswäldchen. Einheimische Säugetiere wie Flusspferde, Grüne Meerkatzen, Ginsterkatzen und Mangusten teilen ihren geschützten Lebensraum mit angesiedelten Arten wie Schimpansen, schwarzweissen Colobus-Affen, Elefanten und Giraffen, die alle aus Rubondos Abgeschiedenheit Nutzen ziehen.