Das grösste Wildschutzgebiet Afrikas - Selous

 

Das Selous Wildreservat umfasst mit 55‘000 km2 Wildnis knapp 5 Prozent des gesamten Staatsgebietes von Tanzania. Für die Pirschfahrten sind lediglich vier Gebiete nördlich des Rufiji Flusses freigegeben, der Rest ist noch immer Jagdgebiet. Der Rufiji Fluss mit 600 km Länge gilt als die Lebensader des Parks. Zum verschlungenen Flusssystem gehören auch die fünf grösseren Seen: Tagalala, Manze, Nzerakera, Siwandu und Mzizimia.

In dem vom Menschen wenig beeinträchtigten Reservat kommen verschiedene Vegatationsformen vor. Diese reichen von Dickichten bis hin zu offenem Grasland. Der Hauptteil entfällt dabei allerdings auf den sogenannten Miombo Wald.

Im Reservat leben zahlreiche Säugetierarten, die dank der immensen Ausdehnung des Gebietes teilweise in sehr grossen Populationen vorkommen. Am eindrucksvollsten sind die Bestände der Elefanten, Giraffen, Flusspferde, Büffel und Krokodile. Hier haben die scheuen und vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde eines ihrer letzten Zufluchtsgebiete gefunden. Sie sind bei Safaris rund um den Tagalalasee regelmässig zu sehen.

Neben Pirschfahrten werden Bootsfahrten und Wanderungen angeboten. Das Reservat kann in der Trockenzeit nur durch die Zufahrten bei Mtemere und Matambwe mit einem Geländewagen erreicht werden. In der Regenzeit von März bis Mai sind die Fahrwege nahezu unpassierbar und die Lodges und Camps geschlossen. Einige Unterkünfte im Reservat haben eine eigene Landepiste und werden ab Dar es Salaam angeflogen.